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„Selbstorganisation des Systems“ Bernhard Langs GAME-Serie

Unvorhersehbarkeit und Intuition: Spielprinzipien und offene Formen kennzeichnen die Serie von Bernhard Lang. Von Julian Kämper.

Alle starten simultan, spielen aber bitte asynchron! So lauten Spielregeln, die der österreichische Komponist Bernhard Lang seinen Stücken zugrunde legt, die sich auf Computerspiele beziehen. Die Musikerinnen und Musiker tragen verschiedene „Runden“ aus, in denen sie die jeweils festgeschriebenen musikalischen Aktionen, sogenannte „Modelle“, in frei wählbarer Abfolge ausführen. So ergeben sich formale und zeitliche Gestalt der Stücke bei jeder Aufführung neu. Vorgabe eines Rahmens und Freiheit der Gestaltung, diese Aspekte treffen wohl für nahezu jede Art der Musikaufführung zu. In den Stücken der GAME-Serie werden sie allerdings im Hinblick auf die Spieltheorie neu zueinander in Bezug gesetzt. Wenn Bernhard Lang die „Selbstorganisation des Systems“ zum Ziel hat und die finale Form der Musik von den intuitiven Entscheidungen der Aufführenden abhängt: Wo macht sich dann die Handschrift des Komponisten noch bemerkbar?



© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 28.2.2023

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