„Sich kreuzende Klangballungen“ Das Litauische Nationale Sinfonieorchester spielt Werke von Beat Furrer, Marius Baranauskas und Witold Lutosławski
Der Komponist Beat Furrer gastiert als Dirigent beim Litauischen Nationalorchester. Eigene Werke stehen auf dem Programm und ein neues Stück von Marius Baranauskas, außerdem spielt der junge Pianist Lukas Geniušas das Klavierkonzert von Witold Lutosławski.
Beat Furrer ist spätestens seit der Auszeichnung mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2018 ein gemachter Mann. International ist er gefragt als Dirigent und mit seinen eigenen Kompositionen.
Am 1. Juli gab es in Vilnius ein mehrfach verschobenes Konzert mit neuer Musik, das eigentlich im vergangenen November hätte stattfinden sollen. Anlass war ursprünglich das 30-jährige Jubiläum des Gaida-Festivals, des größten Musikfests für Zeitgenössisches in Litauen.
Gemachter Mann und gefragter Musiker
Beat Furrer war eingeladen, das Litauische Nationale Symphonie-Orchester in zwei eigenen recht frisch fertiggestellten Werke zu dirigieren, Außerdem konnte Furrer ein Orchesterstück seines litauischen Kollegen Marius Baranauskas zur Premiere zu bringen.
Ganz am Ende steht ein Klassiker der Moderne, das Klavierkonzert von Witold Lutosławski mit dem jungen litauischen Pianisten Lukas Geniušas. Er widmet sich in jüngster Zeit verstärkt der neueren Musik. In diesem Zusammenhang steht auch sein Auftritt im Klavierkonzert Witold Lutosławskis.
Großer Saal der Litauischen Nationalphilharmonie, Vilnius
Aufzeichnung vom 1. Juli 2021
Beat Furrer
Nero su nero (2018)
Marius Baranauskas
„Alrediph“ (Uraufführung)
Beat Furrer
Violinkonzert (2019)
Witold Lutosławski
Klavierkonzert
Ernst Kovacic, Violine
Lukas Geniušas, Klavier
Litauisches Nationales Symphonie-Orchester
Leitung: Beat Furrer
© Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 5.8.2021