Musiktipps

„Songs über die verdorbene Welt“ Neues Album von The Smile

Die Band The Smile mit Radiohead-Sänger Thom Yorke startete als Pandemie- und Nebenprojekt. Das zweite Album wirkt dicht, intensiv und überzeugend. Von Dirk Schneider.

Niemand singt wie Thom Yorke. Außer Thom Yorke natürlich. Seine hohe, dünne und trotzdem intensive Stimme breitet sich über die Flächen aus, die die Instrumente bauen, wie eine Nebelwand, und sickert in die Ritzen ein, die die Musik lässt. Diese Stimme wirkt fast schon immateriell, als würde ein Geist singen.



Der britische Popstar ist ja auch ein Geist aus einer jenseitigen Welt, in der es noch immer große Hallen füllende Rockbands gibt, die die Ränder des Musikgeschmacks mit dem Mainstream vereinigen, wie Radiohead oder, sagen wir, Talk Talk.



© Taz, Kultur, Musik, 9.2.2024

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