„Steve Earle & The Dukes“ 28. Rudolstadt-Festival
Wenn heute noch ein Musiker die rebellische Tradition des US-Country der 70er-Jahre verkörpert, dann ist es Steve Earle. Seit seinem Debütalbum ‚Guitar Town‘ im Jahr 1986 hat der Texaner alle möglichen Höhen und Tiefen durchgemacht. Er hat einen langjähren Kampf gegen seine Alkohol- und Heroinsucht geführt, er saß im Gefängnis und musste auch private Rückschläge hinnehmen.
Sieben Mal war Steve Earle mittlerweile verheiratet – und sieben Mal wurde er auch wieder geschieden. Der Qualität seines Songwritings hat das alles nicht geschadet, im Gegenteil: Steve Earle legt in seinen Texten den Finger in die Wunden des sogenannten ‚American Dream‘. Der prononcierte Linke schreibt Songs über kontroverse Themen wie Obdachlosigkeit oder die Todesstrafe. Er greift in Interviews die US-Regierung scharf an und hat in den letzten Jahren immer mal wieder damit geliebäugelt, die USA zu verlassen und sich anderswo auf der Welt ein neues Zuhause zu suchen. Beim Eröffnungsabend des Rudolstadt-Festivals war Steve Earle zusammen mit seiner langjährigen Begleitband The Dukes zu erleben: Steve Earle live – das ist 100-prozentige Spielfreude und die Weisheit eines bewegten Lebens.
Steve Earle & The Dukes
Steve Earle, Gitarre, Gesang
Chris Masterson, Gitarre
Eleanor Whitmore, Geige, Mandoline
Ricky Ray Jackson, Pedal Steel
Kelly Looney, Bass
Brad Pemberton, Schlagzeug
- Rudolstadt-Festival
Aufzeichnung vom 05.07.2018
© Deutschlandfunk Kultur, In Concert, 30.7.2018