Szene [55]: mex – Intermediale und experimentelle Musikprojekte
Im trostlosen Norden Dortmunds, gut versteckt zwischen Hafenquartier und Hauptbahnhof, liegt der „mex-Keller“: Ein nackter Raum mit unverputzten Betonwänden, kühlen Leuchtstoffröhren und freiliegenden Rohren an der Decke. So zwielichtig der Ort auch wirken mag, so kreativ sind die Energien, die hier zusammenkommen.
Mit Leonie Reineke
Seit nunmehr 25 Jahren finden im Dortmunder „mex-Keller“ regelmäßig intermediale Musikprojekte statt. Alle paar Monate gestalten hier Tüftler, Komponisten und Musiker aus der ganzen Welt die Konzertreihe „mex“ für experimentelle Musik. Selbstgebaute Klangerzeuger, exotische elektronische Musikinstrumente und alte Analogtechnik wie Plattenspieler, Kassettendecks oder Overhead-Projektoren sind hier eher die Regel als die Ausnahme.
Für jede Veranstaltung lädt Kurator Achim Zepezauer sowohl Künstler aus der Ruhrregion oder anderen deutschen Städten als auch internationale Musikschaffende ein. Dabei entstehen Konzertabende, die sich irgendwo zwischen improvisierter und komponierter Neuer Musik, Noise, Lo-Fi-Elektronik und Nie-Gehörtem bewegen.
© WDR 3, Open Sounds, 28.10.2017
Mit Ausschnitten aus:
Richard Scott
Improvisation auf analogen Synthesizern
Andreas Oskar Hirsch
Carbophon
Tim Olive & Anne-F Jacques
Low-tech-Improvisation
B°TONG
Improvisation mit Objekten und ad-hoc-Instrumenten
Eryck Abecassis
Komposition für modulare Synthesizer
Rinus van Alebeek
Improvisation mit Kassettenspielern
Frank Schulte
Sonische Plastiken