Jazz with groove and (indie) rock energy by gifted American trumpeter. ‘Sounds like Art Ensemble of Chicago jamming at an…
Es gibt bestimmt hundert Wege, einen Text über das neue Album der Chicagoer Künstlerin Jaimie Branch zu beginnen. Man könnte losstürmen, mit Pauken und Trompeten, Volldampf, direkt zur Nacherzählung springen.
Von Lars Fleischmann
Was hört man wann und warum? Jedoch: Bei einem Werk wie „Fly Or Die II: bird dogs of paradise“ fühlt sich das reichlich platt an. Selbst das Intro führt nur langsam an die Platte heran: 3:57 Minuten, 237 Sekunden – vermeintlich verschenkte Zeit. Und doch wäre das Album ein gänzlich anderes ohne dieses Innehalten vor der Eruption. Also auch hier heißt es noch einmal: rekapitulieren, unter welchen Bedingungen die heute 36-jährige Jaimie Branch Musik produziert.
© TAZ, Kultur, 12.11.2019
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