„Techno und klassische Kompositionstechnik“ Der serbische Komponist Marko Nikodijević

2014 wurde der Ernst-von-Siemens-Förderpreisträger Marco Nikodijevic einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Er komponierte für die Münchener Biennale eine Oper über den kanadischen Komponisten Claude Vivier, der 45-jährig in Paris von einem Stricher ermordet wurde. Von Ulrich Möller-Arnsberg.

Die Musik des 1980 in Subotica geborenen Nikodijević mit Elementen aus Techno und Elektronik kam gut an. Mittlerweile hat sich der in Belgrad und Stuttgart ausgebildete Komponist einen Namen in der Szene gemacht, den man regelmäßig in den Programmheften von Festivals und Theatern wiederfindet. Zuletzt hinterließ Nikodijević seine Handschrift 2020 in der Produktion „7 Death of Maria Callas“ an der Bayerischen Staatsoper. Seine Streichquartette klingen bisweilen so, als würde Nikodijević da weitermachen, wo der argentinische Komponist Astor Piazzolla aufgehört hat. Mit einer Musik, harsch wie zerbrechlich, dessen Urheber man nach zwei Tönen erkennt. Er wolle sich mit elektronischer Musik beschäftigen, ohne dies auf akademische Art zu tun, sagt Nikodijević. Ulrich Möller-Arnsberg hat sich mit ihm darüber für die Sendung „Horizonte“ unterhalten.



© BR Klassik, Horizonte, 10.5.2022

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