TFF RUDOLSTADT – REVIEW: STIMMEN DES SÜDENS // Yasmin Levy + „L’Alba“
Ein Fest der Stimmen und der Instrumente: die Musiker des 1992 gegründeten korsischen Sextetts „L’Alba“ („Morgenröte“) sind Meister des korsischen polyphonischen Gesangs. Yasmin Levy singt sephardische Lieder dazu.
Die Korsen verbinden ihren Gesang mit virtuosen Improvisationen auf traditionellen Instrumenten ihrer Heimatinsel, wie der Cetera, einer 16-saitige Laute, oder der Pivana, einem Ziegenhorn. Mit einem vielfältigen zusätzlichen Instrumentarium, darunter Gitarren, Geige, Klarinette und sogar ein tragbares Harmonium aus dem indischen Raum, gelingt es „L’Alba“, die korsische Musiktradition lebendig zu halten. Yasmin Levy ist die Tochter des Kantors, Komponisten und Musikforschers Itzhak Levy, der die Musik der 1492 aus Spanien vertriebenen Juden sammelte. Das Sephardische, auch Judenspanisch oder Ladino genannt, ist akut vom Aussterben bedroht. Von Kindheit an wurde Yasmin Levy mit der Kultur der Sepharden vertraut gemacht.
Yasmin Levy
Yasmin Levy, Gesang
Yechiel Hasson, Gitarre
Miles Danso, Bass
Vardan Hovanissian, Klarinette
Ishay Amir, Perkussion
Das korsische Sextett „L’Alba“
Benjamin Dolignon, Gesang, Gitarre
Cèccè Guironnet, Gesang, Klarinette, Bassklarinette
Eric Ferrari, Bass
Sébastien Lafarge, Gesang, Gitarre
Cédric Savelli, Gesang, Geige, Gitarre
Jean‐François Vega-Albertini, Gesang, Gitarre, Oud
Aufnahmen vom 5. Juli 2008 aus der Stadtkirche, Rudolstadt und vom 6. Juli 2008 aus dem Theater Rudolstadt
Moderation: Cecilia Aguirre