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Yasmin Levy beim Rudolstadt Festival 2008 Aufnahme vom 4. Juli 2008 aus dem Thüringer Landestheater, Rudolstadt

Yasmin Levy ist Sephardin. Die Sepharden sind die Nachfahren jener Juden, die 1492 von den katholischen Herrschern aus Spanien vertrieben wurden und sich an vielen Orten der Welt angesiedelt haben. Nach dem Exodus mischte sich ihr Spanisch mit den Sprachen der Länder, in die sie gezogen waren. Es entstand das Ladino. In dieser Sprache singt Yasmin Levy.

Mit Babette Michel

Yasmin Levy ist die Tochter einer Sängerin und eines sephardischen Komponisten und Kantors, der sein Leben lang Ladino-Lieder gesammelt und sie kurz vor seinem Tod veröffentlicht hat. Yasmin Levy sieht es als „heilige Pflicht“ an, dieses Erbe in die Welt zu tragen. Sie geht respektvoll damit um, tritt aber gern auch in Dialoge mit anderen Kulturen. So hat sie nach langen Recherchen in Spanien Elemente des Flamencogesangs auf diese Lieder übertragen. Die ursprünglich a cappella gesungenen Ladino-Lieder und eigene Songs präsentiert sie gemeinsam mit Musikern aus Griechenland, Spanien, Armenien, Paraguay, Ägypten, dem Iran und der Türkei. „Meine Welt ist kein Ort für Kriege und Kämpfe. Nur für Liebe“, sagt sie. „Mein Weg, diese Liebe zu zeigen, ist die Musik.“


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© WDR 3, Jazz & World, 11.7.2018

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