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Theater als Theorie – Theorie als Theater

Theorien entstehen nicht unabhängig von ihrer Erscheinung. Im Gegenteil: Oft sind es bestimmte Momente der Aufführung und der Darstellung, durch die Theorien besondere Überzeugungskraft entfaltet. Theorie und Theater existieren in nachbarschaftlicher Übereinkunft.

Von Daniel Hornuff

So gehen beide nicht nur in ihrer wortgeschichtlichen Herkunft auf den gemeinsamen Begriff der Beobachtung bzw. Anschauung zurück; auch diente und dient das Theater oft genug als Kristallisationspunkt besonders avancierter Theorien – insbesondere solcher, die sich auf soziale und politische Themen beziehen und (alternative) Lebensmodelle entwerfen. Umgekehrt gewinnen aber auch Theorien erst dann an gesellschaftlicher Brisanz, wenn sie öffentliche Foren bespielen, wenn sie ihr eigenes Publikum mitdenken, wenn sie jene Mittel aufbieten, mit denen vor allem die Theaterpraxis Wirkung erzielt. Daniel Hornuff lässt in seinem Essay Theater und Theorie zu Wort kommen – und zwar in ihrer öffentlich dargestellten, inszenierten und diskutierten Form. Er zeigt, dass Theorie und Theater einander notwendig bedingen.

 

 

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© SWR 2, Essay, 30.4.2018

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