Tocotronics neues Album „Golden Years“ oder vom Versuch, sich Mut zuzureden
Von Jens Winter (TAZ). Bye-bye Berlin: Tocotronic bleiben auf ihrem neuen Album „The Golden Years“ melancholisch. Wie sprechen mit einer Band, über die alles – wirklich alles – gesagt ist? An der man haften bleibt und gleichzeitig abprallt.
Die dazu beigetragen hat, eine linke Haltung so dezent, so filigran in die Pop-DNA dieses Landes einzuspeisen, dass man heute manchmal gar nicht mehr weiß, wo zwischen Linkssein und Pop die Grenze verläuft.
„Hallo“, sage ich zur Begrüßung. „Hi, hi, hi,“ entgegen alle drei Musiker sehr höflich. Wir sitzen in einem Interviewraum des Majorlabels Sony Music in Berlin. Tocotronic sind nach 14 Jahren bei dem Sublabel Vertigo vom Universal-Konzern nun also zu Epic gewechselt, einem Sublabel, das wiederum zum Sony-Konzern gehört.
© TAZ, Kultur, Musik, 8.2.2025