Filmtipp: The Last Expedition oder auf den Spuren von Wanda Rutkiewicz
Die Höhenbergsteigerin Wanda Rutkiewicz erreichte als erste Frau den Gipfel des Mount Everest und des K2, wobei sie für diese Leistungen einen hohen Preis zu zahlen hatte. Der Film „The Last Expedition“ zeichnet die Spuren dieser Pionierin nach, die bis zu ihrem eigenen Verschwinden stets auf der Suche war.
Wanda sagt: „Ich weiß ganz genau, dass es für mich keinen Weg zurück gibt“. Vor 30 Jahren verschwand Wanda Rutkiewicz – eine der besten Bergsteigerinnen der Welt. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Die Regisseurin Eliza Kubarska begibt sich auf Spurensuche im Himalaya; dort findet sie zwischen Stapeln von Archivmaterial ein mysteriöses Audiotagebuch. Unter der Beteiligung berühmter Bergsteiger wie Reinhold Messner erforscht der Film Wandas Leben und ihr Geheimnis.

Der neunte Achttausender sollte ihr letzter sein, denn am 12. Mai 1992 wurde Wanda Rutkiewicz zum letzten Mal am Kangchendzönga (8586 m) gesichtet. Die Annahmen über ihren Verbleib und Tod sind uneinheitlich. So wird von einem Tod am Berg ausgegangen, während andere die Hypothese aufstellen, dass sie sich in ein verborgenes tibetisches Frauenkloster auf der Rückseite des Kangchendzönga zurückgezogen habe. In ihren Tagebüchern äußerte sie wiederholt ihre starke Sehnsucht nach innerem Frieden und berichtete von einer tiefen Erschöpfung, die nicht nur durch die Anstrengungen der Bergtouren, sondern auch durch die andauernden Bemühungen um Anerkennung bedingt war.