„Tom Harrell’s Moving Picture Quartet“ Live aus den Quasimodo Berlin
Seit Jahrzehnten gehört Tom Harrell zu den Top-Trompetern des US-Amerikanischen Jazz. Geboren 1946 in Urbana, Illinois hat Harrell die komplette Geschichte der Jazztrompete verinnerlicht und davon ausgehend begibt er sich auf virtuos-sehnsuchtsvolle Klangreisen.
Sein Spiel ist vielgestaltig und energetisch, aber auch voller Poesie und Sensibilität. Der Trompeter und Flügelhornist kann mittlerweile auf eine spannende und reichhaltige Karriere blicken. Bereits ab 1970 spielte er in der Band von Jazzgiganten wie Woody Herman, Horace Silver und Lionel Hampton. Besonders prägend und in gewisser Weise stilprägend wurde später die Zeit im Quintett des Saxofonisten Phil Woods (1983-1989). Die Band war Headliner auf vielen Festivals und räumte pausenlos die amerikanischen Polls ab. Danach formierte Harrell verstärkt seine eigenen Bands und nahm, meist in Quartett oder Quintett-Besetzung, dutzende bedeutender Alben auf.
Mit Konzerten in Europa und vor allem auch in Deutschland hielt sich Harrell in den letzten 20 Jahren allerdings sehr zurück. Der letzte Auftritt in Berlin zum Beispiel liegt rund 20 Jahre zurück. Interessanterweise im „Quasimodo“, in das Harrell nun mit seiner aktuellen Band zurückkehrte.
Tom Harrell’s Moving Picture Quartet:
Tom Harrell, Trompete und Flügelhorn
Danny Grissett, Klavier
Ugonna Okegwo, Bass
Adam Cruz, Schlagzeug
„Quasimodo Berlin“, Aufzeichnung vom 25.04.2018
© Deutschlandfunk Kultur, In Concert, 28.5.2018