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„Übers Wetter reden“ Von Sonne und Regen in Zeiten der Klimakrise. Von Sabine Rohlf

Über das Wetter gibt es immer etwas zu sagen, egal ob es regnet, schneit oder Schäfchenwolken über den Himmel ziehen. Und so plaudern wir über Wärme, Kälte, Niederschlag und Wind – an der Bushaltestelle, bei der Arbeit, beim Bier.

Übers Wetter zu reden, heißt aber auch, an die Klimakrise zu denken: an Dürren, Waldbrände und Überflutungen, alarmierende Temperaturen und die Hybris einer Moderne, die lange meinte, sie sei mächtiger und wichtiger als die Natur.

Wie geht das zusammen? Small Talk und Reflektion? Sonnenschein und die existentielle Krise, Nieselregen, meteorologische Prognosen und Kulturtheorie? Um das herauszufinden, führt die Sendung durch Nebel im Münchner Haus der Kunst und auf trockene norddeutsche Äcker. Es geht um die epistemologischen Tücken des Anthropozän ebenso wie um Forschungen am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Bei all dem wird gefragt, wie die Erderhitzung so besprochen werden kann, dass Menschen ihre Verantwortung dafür übernehmen.

Natürlich wird dabei auch in die Sonne zu geblinzelt, feuchte Luft eingeatmet und auf den Regen gelauscht. Wer dem Wetter gerecht werden will, sollte es mit allen Sinnen wahrnehmen. Und darüber sprechen.



© Bayern2, Nachtstudio, 4.10.2022

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