US-Jazz-Trompeter Wadada Leo Smith „Eine Rastarepublik der Improvisation“!
Von Diedrich Diederichsen (TAZ). Dritter im Bunde der zweiten Freejazzgeneration: Beim Festival „MaerzMusik“ in Berlin kommen Werke des US-Trompeters Wadada Leo Smith zur Aufführung.
Während die erste, um die Jahrzehntwende 1950er/60er bekannt gewordene Free-Jazz-Generation (u.a. John Coltrane, Albert Ayler, Archie Shepp, Don Cherry, Sun Ra oder Pharoah Sanders) mit Ausnahme von Cecil Taylor und Ornette Coleman eher Revolutionäre, Mystiker und Visionäre hervorbrachte, gab es in der zweiten, die Ende der 1960er auf sich aufmerksam machte, eine ganze Reihe Intellektueller. Diese haben sich von Anfang an auch an der akademischen Musikwelt kritisch abgearbeitet und sich nicht darauf beschränken wollen, als Instrumentalisten und Performer aktiv zu sein.
© TAZ, Kultur, Musik, 27.3.2025