Verhoovensjazz Release Tipp: Lisa Wulff – Poison Ivy / Laika Records
Ein Stimmungsvolles Kaleidoskpope, heißt es, oder: ein Album, das man sich unbedingt anhören sollte. Friedrich Paravicini erzeugt auf seinen “seltsamen Tasteninstrumenten” [u.a. auf einem Theremin, das ist ein Aethorophon oder ein berührungslos zu spielendens Instrument] schwebende, geisterhaft anmutende Klänge in Room 1337, auch “The Bad” wirkt geheimnisvoll und sphärisch – dank der Hall-Effekte, die Philipp Schiepek auf seiner Gitarre einsetzt.
Kannst du in den Liner Notes nachlesen – auch: dass Grün eine Farbe ist, die Lisa Wulff mag, sie aber nicht wirklich beabsichtigte, grünes Outfit zum Cooperate Ident werden zu lassen. Entsprechend machen die wechselnden Besetzungen (vom Duo zum Quintett) Poison Ivy zu ihrem bisher stimmungsvollsten und farbenreichsten Album. Es müssten sich nach dem, was ich höre, die Rezensionen zum Album häufen und überschlagen. Stattdessen sehe ich: kein Text nirgends – sieht man von den Liner Notes des Labels auf Bandcamp ab. Hinter dem Schweigen des Netzes vermute ich größten Respekt.
© Verhoovensjazz, 02-2024
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