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„Von wegen kratzig und knarzig“. Die Rückkehr historischer Aufnahmetechniken von Simon Schomäcker

Moderne digitale Aufnahmetechnik hat die Musikproduktion sehr viel einfacher und kostengünstiger gemacht. Aber durch die nahezu unbegrenzten Bearbeitungsmöglichkeiten ist auch der Drang zu makellosen Ergebnissen immer größer geworden.

Viele Musikfans bemängeln längst, dass heutige Produktionen zu perfekt sind, um ein realistisches Klangbild von Orchestern, Chören oder Bands vermitteln zu können. Studio-Sessions, die noch direkt in Wachs oder Vinyl geschnitten wurden, ließen keine Bearbeitung zu. Sie spiegeln einfach das wider, was tatsächlich gespielt wurde – kleine Fehler inklusive. Darum hat längst eine Rückbesinnung auf diese historischen Aufzeichnungsverfahren eingesetzt: Musikschaffende, Studio-Crews und sogar die Wissenschaft kümmern sich darum, lange als überholt geltende Aufnahmetechniken zu erhalten, anzuwenden und zu erforschen. Und das Publikum weiß es zu schätzen.




© Deutschlandfunk Kultur, Musikfeuilleton. 7.1.2022

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