Wolf Kampmann: „Jazz“ „Den Jazzhörer als solchen gibt’s nicht mehr“
Wie sich Jazz immer wieder zwischen den unterschiedlichen Musikformen behauptet, diese Geschichte erzählt der Autor und Musikjournalist Wolf Kampmann in „Jazz“. Und wie sieht die Zukunft dieses Musikgenres aus? Auch dazu wagt sein bemerkenswertes Buch eine Prognose.
Wolf Kampmann im Gespräch mit Matthias Wegner
Der Jazz ist nicht gerade schlecht dokumentiert. Unvergessen sind zum Beispiel bis heute das Standardwerk „Das Jazzbuch“ von Joachim Ernst Berendt und Günther Huesmann, aber natürlich gibt es auch etliche Lexika, Porträtbücher und weitere Veröffentlichungen.
Aber es ist immer noch Platz für etwas Neues: Der Autor und Musikjournalist Wolf Kampmann ist noch einmal tief in die Jazzgeschichte eingestiegen und hat ein sehr bemerkenswertes neues Buch mit dem Titel „Jazz – eine Geschichte von 1900 bis übermorgen“ veröffentlicht.
„Ich erzähle die Geschichte des Jazz aus meinem Blickwinkel, und will auch gar keine Definition liefern, was Jazz ist. Sondern Jazz hat sich immer zwischen unterschiedlichen Musikformen behaupten müssen und sich durch diese Musikformen immer wieder angereichert – und diese Geschichte will ich eben auch erzählen“, erklärt Wolf Kampmann im Interview mit Deutschlandradio Kultur.
© Deutschlandradio Kultur, Tonart, 12.12.2916