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Zeitenwende – Eine Inspektion (2/2): Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Von Mathias Greffrath. Geld macht vieles möglich. „You never walk alone“ zitiert der Bundeskanzler bei der Etatdebatte, macht euch keine Sorgen. „Zeitenwende“ und „Entlastung“ konkurrierten um das „Wort des Jahres“. Eine essayistische Betrachtung der Weltlage in zwei Teilen.

Alle werden entlastet. Die, so der Kanzler, mit den kleinen Gehältern, die hart arbeiten müssen, auch die mit den mittleren Gehältern, die scharf rechnen müssen, und nicht zuletzt die Unternehmen. 200 Milliarden Euro Doppel-Wumms, nochmal 95 Milliarden dazu für weitere Entlastungen – die 100 für die Bundeswehr nicht gerechnet. Whatever it takes. Zuwendungen statt Zumutungen.

Mathias Greffrath denkt in seinem Essay zur Zeitenwende nach über Zusammenhalt und den Vorschlag des Bundepräsidenten zu einem dafür nötigen Bürgerbeitrag.



Mathias Greffrath, Jahrgang 1945, ist Soziologe und Journalist. Er lebt in Berlin, arbeitet unter anderem für die taz, die ZEIT und den Rundfunk. In den letzten Jahren hat er sich in Essays, Hörspielen und Kommentaren mit den sozialen und kulturellen Auswirkungen von Globalisierung und Klimawandel beschäftigt.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 26.12.2022

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