„Zukunftsmusik für 300 Jahre“ OFFEN Music-Chef Vladimir Ivkovic

Vladimir Ivkovic wurde in Belgrad geboren und floh vor den Jugoslawienkriegen. Heute ist er DJ und Gründer der Labelplattform OFFEN Music. Von Lars Fleischmann.

Wo genau der Anfang von OFFEN Music liegt, das lässt sich nicht so leicht abstecken. Obwohl es heute als Düsseldorfer Label gilt, muss man viel weiter ausholen und zeitlich zurückgehen. Um zu verdeutlichen, dass die Geschichte des Labels hätte jäh enden können, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Im Jahr 1991 stand für den Labelchef Vladimir Ivkovic zwar noch lange nicht zur Debatte, überhaupt je Musik zu veröffentlichen, aber die Kriege auf dem Balkan begannen – und Ivkovic hätte als Soldat mittendrin sein sollen. „Es war eine seltsame Situation. Noch im Jahr davor war ich in Ljubljana bei Konzerten von US-Bands wie Jane’s Addiction und Babes in Toyland.


„Letztlich bringe ich Musik auf Platten raus, damit die in 300 Jahren Menschen oder andere Lebewesen, entdecken können. Festplatten und ähnliches werden dann schon lange futsch sein. Die Technik der Platte übersteht dagegen die Zeit.“ Es ist also schließlich egal, wann genau das Label seinen wahren Startschuss erleben durfte. Fakt ist: OFFEN Music ist eines der aufregendsten und eigentümlichsten Labels dieser unserer Tage….



© TAZ, Kultur, Musik, 19.7.2021

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