„Zwischen lässig und lästig“ Neues Album „Drum“ von Attwenger

Das heimische Duo veröffentlicht nach längerer Pause endlich wieder neue Musik. Wir hören vertonte Sprachkunst zwischen Landler und Moderne. Von Christian Schachinger

Dass Attwenger eine systemkritische Band sind, hat man immer schon gewusst. Immerhin geht es ja bei dem neumodisch – im Sinne infrastrukturell notwendiger Berufe – gemeinten Begriff ursprünglich um etwas ganz anderes. Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Man muss ihm auch gewisse Freiheiten zugestehen. Zum Beispiel jene des Aufsässig-, Grantig- und Lästigseins.

Attwenger sind systemkritisch, weil sie das System kritisieren. In diesem Themenfeld haben es die Musiker Markus Binder und Hans-Peter Falkner in über 30 Jahren zur Meisterschaft gebracht. Man erinnere sich etwa an alte Lieder wie Kaklakariada aus dem Jahr 2002. Damals schon brachen Attwenger das Thema Provinzialismus, Patriotismus und Kleinkariertheit mit dem Verweis auf die „Landesflagge“ herunter. Es geht um die Essenz.

© Der Standard, Kultur, Musik, 11.5.2021

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