MusiktippsNachhören

45. MOERS FESTIVAL 2016 (TEIL IV)

Zwei Höhepunkte vom vorletzten Festivaltag, die das gesamte Moers Festival 2016 überragen: zunächst ganz großes (Improvisations-) Kino mit dem europäischen Quartett Warped Deamer, dann Minimal Music, wie sie die Jazzwelt noch nicht gehört hat von Dawn of Midi.

 

Die Verknüpfung von Jazz & elektro-akustischer Musik ist ein in den letzten Jahren rasant an Bedeutung zunehmendes Thema, aber selten hat man Jazzmusiker gehört, die sich so kompetent in beiden Feldern bewegen wie bei Warped Dreamer, einem Quartett aus norwegischen (Arve Henriksen, Stian Westerhus) und belgischen Musikern (Jozef Dumoulin, Teun Verbruggen). Später folgte eine Rhythmus-Orgie der Extraklasse: 47 Minuten lang Akzentverschiebungen, Offbeats, Stimmenverzahnungen wie in afrikanischer Musik. Und kein Ton improvisiert! Mag sein, dass bei der Entwicklung dieser Performance Minimal Techno Pate stand, doch viel mehr drängt sich Steve Reich als Referenz auf – der groovt! Dawn of Midi, ein Inder, ein Pakistani, ein Marokkaner aus Brooklyn. Was sie spielen ist definitiv nicht Jazz, aber es hat Jazzfans und -musikern viel zu sagen.

Warped Dreamer
Arve Henriksen – tp, electr, Stian Westerhus – g, electr, Jozef Dumoulin – keyb, electr, Teun Verbruggen – dr, electr

Dawn Of Midi
Amino Belyamani – p, Aakaash Israni – b, Qasim Naqvi – dr

Aufnahmen vom 15. Mai 2016 aus der Festivalhalle, Moers

Moderation: Michael Rüsenberg
Redaktion: Bernd Hoffmann

(Visited 14 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.