Löcher der Existenz – Ästhetik des Todes im modernen Musiktheater
Von Egbert Hiller. Gibt es eine „Ästhetik des Todes“ im modernen Musiktheater? Und wenn ja, was zeichnet sie aus?
Entsprechende Klangmerkmale finden sich viele: etwa der Todesschrei der „Lulu“, bei dem Alban Berg alle musikalischen Prozesse seiner Oper in einem aufgeschichteten Zwölftonklang kulminieren ließ. Oder bei Claus-Steffen Mahnkopf, der in seinem Projekt „void“ mit unerbittlicher Rhythmik die Ermordung von KZ-Häftlingen widerspiegelte. Die „Ästhetik des Todes“ hat viele Gesichter, und neben diversen Beispielen erweitern grundsätzliche Betrachtungen und Querverbindungen zu anderen Künsten das Blickfeld.
© SWR2 JetztMusik, 17.1.2023
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