„Von Stummfilm bis Hans Zimmer“ Eine kleine Geschichte der Filmmusik
Von Sven Ahnert (BR Klassik). Von stumm zu bombastisch: Filmmusik hat sich gewaltig verändert. Erst war sie nur dazu da, das Rattern des Projektors zu übertönen. Jetzt formen Komponisten wie John Williams und Hans Zimmer den Soundtrack unserer Kinogefühle.
Wie alles begann: Musik gegen das Rattern
Anfangs war das Kino stumm – aber nie wirklich leise. Während die Bilder flimmerten, spielte im Saal ein Pianist oder ein kleines Ensemble. Die Musik diente als akustischer Schleier, verdeckte das Rattern des Projektors und lenkte die Gefühle des Publikums. Improvisiert, angepasst, oft aus dem Repertoire klassischer Stücke.
Mit der Einführung des Tonfilms – erstmals 1927 in „The Jazz Singer„, technisch ausgereift ab 1929 – wurde Musik fester Bestandteil des Films. Sie begleitete nicht mehr nur die Bilder, sie erzählte mit. Die Geschichte der Filmmusik nahm Fahrt auf.
© BR Klassik, 22.7.2025