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„An alle Worte: Mir nach!“ Mein Weg durch den Literaturbetrieb

Betrieb oder Passion – das ist die Alternative, vor die jeder gestellt zu sein scheint, der die Literatur zum Zentrum seines Lebens machen will. Aber stimmt das? Der Autor Thomas Palzer erzählt von seinem Weg in den Literaturbetrieb.

Betrieb oder Passion – das ist die Alternative, vor die jeder gestellt zu sein scheint, der die Literatur zum Zentrum seines Lebens machen will. Entweder Genie – oder Literaturredakteur! Oder, noch schlimmer, Autor! Wortdienstleister. Gar: Rezensent! Heißt es nicht schon bei Goethe: Schlagt ihn tot, den Hund, er ist ein Rezensent!
Andererseits: Ist es nicht unabdingbar, den Betrieb zu kennen, wenn man mit seiner Passion reüssieren will? Denn wovon will man leben? Und der Betrieb verwaltet in Deutschland immerhin rund 1400 Literaturpreise, die Gelder von insgesamt 3,5 Millionen Euro auf die Konten der Schriftsteller überweisen! Mein Weg in die Literatur begann mit einer handgemachten Literaturzeitschrift. Darauf folgte die Bekanntschaft mit dem Radio. Und ehe ich mich versah, war ich Autor. Ich lernte den Betrieb von innen kennen, die Literaturkritik, die Schriftsteller, die Rezensenten. Aber wo blieb die Passion?

© Bayern2, Nachtstudio, 17.11.2020

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