„Ariel 15 oder Die Grundlagen der Verlorenheit“ Hörspiel von Helene Hegemann
Lisa ist 15 und lebt in der Großstadt. Sie erzählt von sich, von einem verlorenen Elternteil, Plattenbausiedlungen, der großen Liebe – und der kleinen Meerjungfrau. „Unsere Begegnung ist unspektakulärer als in dieser Zeichentrickscheiße.“
Irgendwo zwischen Ariel, der kleinen Meerjungfrau, und der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verortet die damals gerade mal 15-jährige Debütantin Helene Hegemann ihre Protagonistin Lisa, Schülerin an einer Realschule. Diese ringt um Narrative, die die Irrungen und Wirrungen einer Heranwachsenden abbilden könnten. Den Verlust, die Verwahrlosung, die Sinnsuche. Doch ihr Leben ist kein Märchen, und was weiß Ariel schon darüber, wie es ist, 15 zu sein, in einer Großstadt zu leben und ein Elternteil zu verlieren?
Das Stück wurde im Oktober 2008 zum Hörspiel des Monats gekürt: „Irrlichternd zwischen Teenager- und Erwachsenenbewusstsein, manifestiert sich ein Ich, das sich im Gefühl seiner Unbestimmbarkeit und Verlorenheit in den Bildern von Ariel oder der kleinen Meerjungfrau spiegelt. Gekonnt bezieht sich die Autorin auf Andersens und gleichzeitig Walt Disneys Märchenfigur, die das Wasser verlassen musste und an Land nicht leben kann.“ (Aus der Begründung der Jury)
Ariel 15 oder Die Grundlagen der Verlorenheit
Von Helene Hegemann
Regie: Elisabeth Putz
Mit: Winnie Böwe, Astrid Meyerfeldt, Sabin Tambrea, Stefan Konarske
Ton und Technik: Thorsten Weigelt, Hermann Leppich
DKultur 2008
© Deutschlandfunk, Hörspiel, 13.3.2025