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Atelier neuer Musik: „Cluster, Collage, Kontrapunkt“ Bach-Spuren im Schaffen von Ruth Zechlin (100)

Von Klaus Gehrke (DLF). Zweifellos ist Ruth Zechlin die bedeutendste deutsche Komponistin ihrer Generation. 1926 im sächsischen Großhartmannsdorf geboren, studierte sie in Leipzig ab 1943 bei Johann Nepomuk David, Karl Straube und Günther Ramin. 

Georg Knepler holte sie 1950 als Dozentin nach Berlin, Rudolf Wagner-Regeny und Hanns Eisler waren dort ihre Kollegen. 1969 wurde Ruth Zechlin Professorin für Komposition an der neu gegründeten Berliner Hochschule „Hanns Eisler“. In ihrem eigenen Schaffen verarbeitete sie Techniken der damaligen Avantgarde, setzte sich aber ebenso mit der Kontrapunktik Johann Sebastian Bachs auseinander. Bach war für sie einerseits ein Orientierungspunkt in den kulturpolitischen Stürmen in 40 Jahren DDR – zum anderen blieb er durchaus ein Maß für ihre spätes kirchenmusikalisches Schaffen in Bayern.

© Deutschlandfunk, Atelier neuer Musik, 20.6.2026

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