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Essay: „Freiräume“ Zwischen Wandel und Widerstand

Von Claudia Emmert (DLF). Populistische Diskurse verändern die kulturelle Dynamik von Gesellschaften: Cancel Culture und öffentliche Anprangerungen sind die Folge. Wenn Persönliches politisch instrumentalisiert wird, verschwinden Freiräume einer demokratischen Gesellschaft.

In den Freiräumen von Kunst und Kultur wird die Gestaltung von Zukunft verhandelt. Daher sind Freiräume – und dazu zählen auch die Museen und ihre Programme – von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und die Stärkung der Demokratie. Sie sind unverzichtbar, wenn es darum geht ein harmonisches und funktionierendes Zusammenleben diverser Gesellschaften zu fördern.

Inzwischen prägen aber Selbstzensur und Vermeidungsstrategien das Programm einzelner kultureller Institutionen. Der Schutz dieser Freiräume ist daher das Gebot der Stunde.

Claudia Emmert ist Intendantin des Kunstmuseums Bonn. Davor war sie elf Jahre lang als geschäftsführende Direktorin des Zeppelin Museums Friedrichshafen tätig. Während ihrer Amtszeit wurde das Museum mehrfach ausgezeichnet, u.a. für innovative und nachhaltige Museumskonzepte. Claudia Emmert ist seit 2023 Mitglied im Vorstand von ICOM Deutschland und im Deutschen Kulturrat. Außerdem ist sie Mitglied der Ankaufskommission der Bundeskunstsammlung.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 10.5.2026

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