Bandcamp: The Best Jazz, March 2025
Dave Sumner und seine Lieblinge aus den aktuellen Neuerscheinungen und mit Musik von u.a. Niran Dasika, Kaisa’s Machine, Jordi Cassagne BARBASTELLE, Rachel Eckroth & John Hadfield und Sun-Mi Hong. Am Ende gibt es noch mehr Tipps.
Da sich der Klang des Jazz in so viele verschiedene Ausdrucksformen aufgesplittert hat, kann es eine Herausforderung sein, alles zusammenzufassen. Die Kolumne im März kommt dem so nah wie nie zuvor. Es gibt Old-School-Swing, Hard Bop und Soul Jazz, Avantgarde und freie Improvisation, etwas für die Kammerjazz-Fans, modernen Post-Bop, der elektronische Musik und Beats einbezieht, etwas Zeitgenössisches, das an Pop, Rock und nordische Klänge, Latin Jazz und osteuropäische Folklore erinnert, kleine Ensembles und Orchester – und das sind nur die Stichpunkte. Da sich der Klang des Jazz in so viele verschiedene Ausdrucksformen aufgesplittert hat, kann es eine Herausforderung sein, ihn in Worte zu fassen, und das ist etwas, wofür wir alle dankbar sein sollten. Fangen wir an. © Text: Dave Sumner
Die Darbietung der Cellistin Gal Golob beim slowenischen Jazz Cerkno Festival zeugt von einem schönen, feierlichen Ton, bewegt sich im Tempo einer schmelzenden Kerze und brennt genauso hell. Die Pianistin Sylvie Courvoisier und die Gitarristin Mary Halvorson sind gleichgesinnte Gesprächspartnerinnen in dieser faszinierenden Duo-Session, die von Pyroclastic Records veröffentlicht wurde. Ich habe es schon immer gemocht, wie Marius Neset viele verschiedene Musik-Subgenres in einen zeitgenössischen Jazz-Rahmen einbindet, und diese Live-Performance (mit einem Quintett, zu dem Anton Eger und Elliot Galvin gehören) ist ein gutes Beispiel dafür (veröffentlicht auf dem Label ACT Music). John Hadfield, der auch an der Duo-Session mit Rachel Eckorth mitwirkte, schlägt mit seinem Trio mit dem Gitarristen Brad Shepik und dem Bassisten Sam Minaie und dieser soliden Veröffentlichung auf dem Label Shifting Paradigm Records aus Minneapolis eine ganz andere Richtung ein. Diese Solo-Saxophon-Aufnahme mit Effekten von Musina Ebobissé (auch bekannt als Blendreed) dürfte bei Fans von Ambient-Jazz gut ankommen. © Tipps und Text: Dave Sumner