Das polnische Streichquintett Volosi in Bielefeld 2013 (!!!)
Die Brüder Stanislaw und Krzysztof Lasoń lieben klassische Musik – Chopin, Tschaikowsky, Borodin, Brahms, Schumann und Schnittke. Ihr Vater Aleksander Lasoń, ein bekannter polnischer Komponist und Dirigent, hatte alles richtig gemacht. Doch dann heiratete Krzysztof und wollte für die Feier etwas ganz Besonderes: eine traditionelle Musikgruppe aus den polnischen Bergen.
Mit Babette Michel
In den Beskiden, dem nördlichsten Teil der Karpaten, begann die musikalische Freundschaft zwischen den klassisch ausgebildeten Lasoń-Brüdern und drei traditionellen Musikern, die ganz ohne Noten auskommen. Benannt haben sie sich nach den Walachen (Volosi), jenen nomadisierenden Volksgruppen aus Südosteuropa, die im Laufe der Geschichte bis nach Polen kamen. Der Bandname steht für das Zusammenwirken verschiedener musikalischer Einflüsse vom Balkan bis zum Orient, mit dem Geist klassischer Musik. Diese Begegnung gibt den Musikern das Gefühl von Freiheit. Dem verleihen sie durch vehemente Bewegungen beim virtuosen Spiel Ausdruck – ein Markenzeichen von Volosi, die inzwischen in etwas geänderter Besetzung weltweit auftreten.
© WDR 3, Jazz & World, 20.6.2018