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David Bowie: „Divine Symmetry“ Der rote Faden seines Schaffens

Mit „Divine Symmetry“ erscheint jetzt ein umfangreiches Boxset aus dem Nachlass David Bowies. Es enthält unveröffentlichte Versionen seines Albums „Hunky Dory“ und ist eine Zeitreise ins Jahr 1971. Von Stephanie Grimm.

Die USA waren auch für David Bowie ein Mythos und zugleich die Triebfeder seines Schaffens. In Augenschein nehmen konnte der britische Popstar das riesige Land erst Anfang des Jahres 1971, um das Album „The Man Who Sold the World“ (1970 in Großbritannien veröffentlicht) auch in Übersee zu promoten. In New York traf er sogar einige seiner US-Helden persönlich: Den Künstler-Doyen Andy Warhol – dem er einen Song widmete, von dem Warhol allerdings nicht angetan war – und vermeintlich auch Lou Reed. Später sollte sich allerdings herausstellen, dass Bowie Reed mit Doug Yule verwechselt hatte, der bei Velvet Underground einstieg, als Reed rausgeflogen war. Die Verwechslung bemerkte Bowie nur im Nachhinein.

Und wir wissen das jetzt auch, weil eine weitere Veröffentlichung aus dem Nachlass von David Bowie zu begutachten ist. Dessen Ausschlachtung mutet bisweilen inflationär an. Und tatsächlich, das sei vorweggenommen, ist vieles, was es auf dem neuen Boxset „Divine Symmetry“ von David Bowie zu hören gibt, eher etwas für Die-Hard-Fans. Etliche der 48 Songs in diesen Versionen sollten größtenteils nie offiziell veröffentlicht werden. Sie werden auch die ein oder anderen Fans verstören. Die Klangqualität der Home-Demos und Live-Mitschnitte ist durchaus schwankend.




© TAZ, Kultur, Musik, 24.12.2022

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