„Der Großmeister der Jazz-Klarinette“ Rolf Kühn in einem Interview von 2018

Der größte Antrieb des Jazz-Klarinettisten Rolf Kühn ist seine Neugierde. Er will immer wieder Neuland erschließen und auch mit 88 Jahren auf keinen Fall aufhören, sich zu entwickeln. Dafür arbeitet er etwa weiter auch mit jungen Musikern zusammen. Mit Klaus Pokatzky.

Altbekanntes zu wiederholen liegt Rolf Kühn gar nicht. Der Jazz-Klarinettist, der im September 89 Jahre alt wird, übt jeden Tag diszipliniert mindestens zwei Stunden. Und er übt immer wieder Neues: „Disziplin bedeutet für mich: Ich muss diszipliniert üben, um mich weiterzubilden an diesem Instrument. Das ist ja kein Stillstand – um Gottes Willen! Das ist ja langweilig! Warum sollte ich die Sachen spielen, die ich 1956 gespielt habe? Das ist eine ständige Weiterentwicklung. Man lernt das Instrument jeden Tag besser kennen.“

Dass er sein Instrument schon ziemlich früh gut gekannt und beherrscht hat, wird klar, wenn man hört, mit wem er gespielt hat: 1956 geht Rolf Kühn für sechs Jahre nach New York und trifft dort auf so gut wie alle, die im Jazz Rang und Namen haben. Er spielt mit den Stars, lernt mit ihnen und wird schließlich selber zum Star.




© Deutschlandfunk Kultur, Im Gespäch, 06.08.2018/23.8.2022

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