„Der stille Revolutionär“ Zum 75. Geburtstag von Pēteris Vasks Von Robert Jungwirth
Der lettische Komponist Pēteris Vasks hätte vermutlich auch Pastor werden können wie sein Vater. In jedem Fall ist er von diesem stark beeinflusst worden – auch für sein Schaffen als Komponist.
In seiner Musik möchte Vasks stets etwas vermitteln, keine konkreten Botschaften freilich, sondern eher abstrakte wie Hoffnung, die Beziehung zur Natur, die Freiheit des Menschen. Letztere war und ist für Vasks von ganz besonderer Bedeutung, war Lettland doch lange Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion besetzt. Der Mensch und die Natur stehen im Zentrum von Vasks vielfältigem Schaffen. Mit seinen oft ruhigen, kontemplativen Werken ist er auch einem internationalen Publikum bekannt geworden. Am 16. April feiert Pēteris Vasks seinen 75. Geburtstag. Grund genug, sein Leben und Werk ein wenig genauer zu betrachten.
„Die meisten Menschen haben heute keinen Glauben, keine Liebe und keine Ideale mehr. Die geistige Dimension geht verloren. Ich will der Seele Nahrung geben. Das predige ich in meinen Werken.“
Pēteris Vasks
© BR Klassik, Horizonte, 15.4.2021