Die Band NO blues und der niederländische Gitarrist Ad van Meurs beim Rudolstadt Festival 2014
Als der Gitarrist, Sänger und Songschreiber Ad van Meurs im November 2017 in Eindhoven starb, trauerte die niederländische und internationale Musikwelt um einen Mann, der den Niederländern Folk, Blues und Americana nahebrachte und sie zudem mit orientalischer Musik verband.
Mit Babette Michel
Als „The Watchman“ nahm Ad van Meurs 13 Alben auf. Mit der weltweit gefeierten Band „NO blues“ initiierte er ein neues Genre: Arabicana. Eigentlich steht das NO in „NO blues“ in umgekehrter Reihenfolge für das Produktionshaus Oost-Nederland (ON), das Musiker, die sich zuvor nicht kannten, 2005 in einem Experiment zusammenführte: Ad van Meurs mit seiner Vorliebe für amerikanischen Folk, den niederländischen Bluesmusiker Anne-Maarten van Heuvelen und den palästinensischen Oud-Spieler Haytham Safia. Die Frage, ob amerikanische Roots– und arabische Musik miteinander klarkommen, beantworteten sie mit ihrem Zusammenspiel so eindeutig mit „Ja„, dass die Zusammenarbeit seitdem weiterging, das Trio sich um den sudanesischen Perkussionisten Osama Maleegi und die Toningeneurin / Sängerin Ankie Keultjeserweiterte und Alben und Auftritte weltweit folgten.
© WDR 3, Jazz & World, 18.4.2018