Die Nachtstudio-Diskussion „Mobilität von morgen“ Wie wollen wir uns in Zukunft fortbewegen?

„Alles fließt“ stellte der antike Philosoph Heraklit fest. Das konnte er aber nur, weil er den motorisierten Individualverkehr der Moderne nicht kannte. Heute würde niemand mehr behaupten, dass alles im Fluss ist. Gesprächsleitung: Thomas Kretschmer.

Die Autos stauen sich auf den Autobahnen und innerstädtischen Ringstraßen. Die Bahn ist so schlank gespart, dass Verspätungen fast schon zum Fahrplan gehören. Fahrradwege und Bürgersteige gelten viel zu vielen Verkehrsteilnehmern als günstiger Abstellplatz, sei’s für den SUV oder den elektrischen Leihroller. So kommen wir alle oft verspätet und gestresst dorthin, wo wir schon längst sein sollten.

Aber braucht es überhaupt so viel Mobilität? Müssen wirklich alle immer unterwegs sein? Und wenn ja, angetrieben von welchem Treibstoff? Hat nicht der erste Corona-Lockdown gezeigt, dass nicht jede Reise sinnvoll und nicht jeder Weg wirklich notwendig ist? Fest steht: ohne Mobilität ist unsere Gesellschaft nicht denkbar, aber mit der Mobilität von heute werden wir morgen nicht weiterkommen.



© Bayern2, Nachtstudio, 31.5.2022

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