Radiotipps

Die Radiotipps für den 13.4.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

Déjà-vu + Solo Together + Jazz made in A
Sofia Labropoulou & Christian Reiner 2024 im RadioKulturhaus


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Mosaico“ Der koreanische Komponist Sukhi Kang (1943 − 2020) Von Stefan Fricke
Für Kang war das Wichtigste in der Musik die Struktur. Das änderte sich auch nicht mit der elektronischen Musik, die er 1969 nach Südkorea brachte.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die Zoologin Lydia Möcklinghoff im Gespräch mit Paulus Müller
„Die Natur ist kurz davor zusammenzubrechen“, sagt Lydia Möcklinghoff. Im brasilianischen Sumpfgebiet Pantanal forscht die Zoologin zu Ameisenbären und Gürteltieren. Dort seien die Auswirkungen des Klimawandels und des Artensterbens unübersehbar.


14:00 Uhr radio 3 Claudio Abbado

„Wo ich stehe, ist links“ Abbado, der erste politische Dirigent
Ohne je eine politische, geschweige denn linke Parole ausgegeben zu haben, war Claudio Abbado der erste Dirigenten-Superstar mit prononciert politischem Ansehen. Vielleicht wird gerade so Politik gemacht: Indem man nicht viel darüber redet. Beruht Abbados politischer Impetus auf Wahrheit? Oder doch auf Schein?


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel

„In letzter Stunde“ von Mihail Sebastian
Eine Farce über die Pressefreiheit. Regie: Theodor Steiner Produktion: hr 1959


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

Zwei Millionen Zeichen – Begegnung mit dem Schriftsteller Peter Waterhouse. Von Natascha Gangl
Schreiben als Krimi: Mehr als zehn Jahre lang arbeitet der Schriftsteller und Übersetzer Peter Waterhouse an einem Epos mit dem Titel „Z Ypsilon X“, das nachzuvollziehen versucht, wie der eigene Großvater zum Propaganda-Redakteur des NS-Regimes werden konnte und welche Position die Großmutter dabei einnahm.


15:04 Uhr SWR Kultur Das Musikporträt

Der Pianist Lukas Sternath. Von Andreas Maurer
Schon als Kind bereist der gebürtige Wiener Lukas Sternath als Sängerknabe die Welt. Später studiert er Klavier bei Igor Levit und sorgt dann für Aufsehen beim ARD-Musikwettbewerb in München 2022. Neben dem 1. Preis werden ihm noch 7 Sonderpreise zugesprochen. Seit der Saison 2024/25 ist er zudem ECHO Rising Star. Seinen Erfolg verdankt er aber nicht nur seinem überdurchschnittlichen Talent, sondern auch seinem enormen Fleiß. Täglich übt er bis zu acht Stunden Klavier. Sein Traum? Ein Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall. Denn die kennt er bereits von seinen Auftritten als Sängerknabe.


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Der vierte Mann – Der Zitherspieler, Heurigenmusiker und Komponist Anton Karas. Von Alfred Treiber und Richard Goll
Für die Stadt Wien war Mitte April 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende. In der düsteren Nachkriegskulisse der geteilten Stadt drehte Carol Reed seinen Film „Der dritte Mann“ – weltberühmt durch die Musik von Anton Karas.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Mutter Vater Land“ von Akın Emanuel Şipal
Regie: Jakob Roth und Pauline Seiberlich BR 2025 Ursendung

Hundert Jahre Familiengeschichte zwischen Deutschland und der Türkei.
Der Autor lässt vier Generationen und ihre Anekdoten, Tiraden, Träume, Rachefantasien aufeinanderprallen, darin verstrickt die Erzählerfigur selbst, Alter Ego.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Verehrter, fürchtenswerter Virtuose“ Dem britischen Gitarristen Ritchie Blackmore zum 80. Von Fabian Elsäßer
Das berühmteste Gitarrenriff der Rockgeschichte stammt von ihm: „Smoke on the water“. Das genügte manchem schon als Lebensleistung, doch Ritchie Blackmore hat das Hardrock-Genre noch mit unzähligen anderen einprägsamen Tonfolgen beeinflusst und natürlich mit seinem explosivem, an Klassik-Melodien orientiertem Solo-Spiel. Auch wenn er seit 30 Jahren mit Blackmore’s Night Folkrock mit Mittelalter-Flair spielt, bleiben seine Alben mit Deep Purple und Rainbow unvergessen. Unvergessen sind auch die unzähligen Geschichten über Blackmores Jähzorn, Launenhaftigkeit und sein Hang zu bösen Streichen. Aber auch die, die diesen zum Opfer fielen, erkennen die musikalische Genialität des Rock-Pioniers an. Am 14. April feiert der Brite aus Weston-super-Mare, North Somerset seinen 80. Geburtstag.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

Zum 100. Geburtstag von Saxofonist Emil Mangelsdorff
Er war ein hervorragender Musiker und ein wichtiger Zeitzeuge und Gesprächspartner, wenn es um das Leben und den Jazz im Dritten Reich ging. Noch mit 96 Jahren hat Emil Mangelsdorff keinen Auftritt ausgelassen. Genauso wichtig war es ihm, in Schulen über die dunkle Zeit in Deutschland zu sprechen.


17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial

„Man in Black“ Ritchie Blackmore wird 80
Nein, in dieser Sendung geht es nicht den 2003 verstorbenen US-amerikanischen Sänger und Songschreiber Johnny Cash, sondern um Richard Hugh Blackmore alias Ritchie Blackmore, der ebenfalls sehr gerne schwarze Kleidung trägt. Als Gitarrist der Hardrock-Legenden „Deep Purple“ hat der Mann aus Weston-super-Mane definitiv Rockgeschichte geschrieben und mit seinem mitreißenden Spiel unzählige Gitarrenaspiranten beeinflusst. Er war einer der ersten Saitenkünstler, die klassische Elemente mit Blues und Rock vermischt haben und so die Blaupause für den Heavy Metal der 70er und 80er Jahre kreierten. Nach seinem Ausstieg bei „Deep Purple“ war Blackmore mit seinem Projekt „Rainbow“ ebenfalls kommerziell erfolgreich, um mittlerweile seit Ende der 90er Jahre vorwiegend mit seiner Frau Candice Knight relativ zahm in der Folkband „Blackmore’s Night“ zu musizieren. Fast ebenso legendär wie sein Spiel sind Blackmores misanthropische Interviews, in denen er nur selten an seinen Saitenkollegen ein gutes Haar lässt. Sein musikalischer Output bei „Deep Purple“ ist jedenfalls unumstritten, und diese historischen Aufnahmen stehen auch im Mittelpunkt einer vorgezogenen Geburtstagsfeier für Blackmore, welcher morgen seinen 80. Geburtstag feiert.


18:00 Uhr HR 2 Feature

„Wir alle irren!“ Das undogmatische Kabarett des Hanns Dieter Hüsch. Von Rainer Praetorius
„Zugucken, zuhören, aufschreiben, vortragen – das ist das ganze Geheimnis, wie ich es betreibe“, bemerkte Hanns Dieter Hüsch einmal. Allerdings, so ergänzte der gebürtige Niederrheiner, versuche er dabei auch immer wieder „unzusammenhängende Zusammenhänge zusammenzuhängen“.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel (Zum 10. Todestag von Günter Grass am 13. April 2025)

„Hochwasser“ Ein Stück in 2 Akten von Günter Grass
Komposition: Rolf Unkel Hörspielbearbeitung: Helmut Heißenbüttel
Regie: Martin Walser (Produktion: SDR 1957)

Ein Hochwasser hält die Menschen im Haus fest. Unten im Keller versuchen Archibald Noah und seine Schwägerin Betty, die Fotoalben, Kisten und eine Sammlung von Tintenfässern zu retten. Tochter Jutta und der Schwiegersohn befinden sich im ersten Stock. Unter dem Dach palavern die Ratten Perle und Strich. Aus einer der Fotokisten taucht plötzlich der verschollene Sohn Leo mit seinem Freund Kongo auf, respektlos gegenüber den Alten und voller wilder Abenteuergeschichten. Jutta möchte auf einem im Wasser treibenden Bett in die Freiheit schwimmen.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Die Angestellten“ Nach dem Roman von Olga Ravn
Übersetzung aus dem Dänischen: Alexander Sitzmann
Bearbeitung: Raha Emami Khansari und Henri Hüster
Besetzung: Kathi Bonjour Regieassistenz: Swantje Reuter
Ton und Technik: Alexander Brennecke und Christoph Richter
Komposition: Florentin Berger-Monit und Johannes Wernicke
Regie: Henri Hüster Dramaturgie: Christine Grimm Deutschlandfunk Kultur 2025
Olga Ravn erschafft ein vielschichtiges Porträt der Arbeitswelt an Bord des Raumschiffs 6000. Dabei ergründet sie fundamentale Fragen nach der Natur der Arbeit, Identität und Menschlichkeit im technologischen Zeitalter.


19:00 UhrHR 2 hr-Bigband

Konzerte und Produktionen u.a. mit: Quest for freedom
hr-Bigband feat. Dave Liebman & Richie Beirach cond. by Jim McNeely, Hessischer Rundfunk, hr-Sendesaal, Frankfurt, Juni 2009


19:45 Uhr Ö1 Konzert

„Preisträgerkonzert vom impuls-Festival Graz“ Klangforum Wien spielt Uraufführungen junger Komponierender
Komponierende aus 48 Nationen und fünf Kontinenten haben ihre Stücke eingereicht, eine Jury aus Musiker:innen und Komponist:innen (Paul Beckett, Franck Bedrossian, Clara Iannotta, Sarah Nemtsov und Anders Nyqvist) hat fünf Sieger:innen ausgewählt, die in der Folge einen Kompositionsauftrag erhielten. Diese neuen Stücke für Ensemble waren am Dienstag, 25. Februar 2025 erstmals in Graz zu hören, interpretiert vom Klangforum Wien unter seinem Conductor in residence Vimbayi Kaziboni.


20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Paula Bühler

Musik im Zeichen des Inbusschlüssels
„Hex Key“, so lautet der Titel des dritten Albums von Mamalarky, einem Indie-Rock-Quartett aus Austin, Texas. Hex Key, das englische Wort für Inbusschlüssel. Der hat bekanntlich sechs Seiten und ist vielleicht eine Anspielung auf die sechs Saiten der Gitarre? Der Sound auf „Hex Key“ erinnert stark an den Gitarrensound der 90er-Jahre. Die Instrumente sind stark ineinander verwoben und werden zusammengehalten vom lässigen Gesang der Gitarristin und Sängerin Livvy Bennett. Hinter Daughter Of Swords steckt die Singer-Songwriterin Alexandra Sauser-Monnig aus North Carolina. Ihr Debütalbum von 2019 war noch eine ruhige Folknummer, auf „Alex“ ist ihre Musik sehr viel dorniger geworden und bietet ein Gewirr aus Synthesizern, Gitarren und blubbernden Rhythmen.


20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert

Internationales Bachfest Stuttgart: „Zwischen zwei Ufern: Mehrchörigkeit in der Neuen Welt“
La Grande Chapelle; Leitung: Albert Recasens
(Konzert vom 20. März 2025 in der Stiftskirche Stuttgart)


20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature

„Misophonie“ Hass auf Geräusche
Ein Feature von Ralf Haarmann BR 2025

Stell dir vor, du hörst, wie sich jemand neben dir einen Kaffee einschenkt und du rastet aus. Misophonie ist eine Störung, bei der bestimmte Geräusche starke negative emotionale Reaktionen wie Wut oder Ekel hervorrufen. Die Auslöser unterscheiden sich. Es können Kaugeräusche sein, Schritte vom Nachbarn ein Stock höher oder das Schließen eines Füllers.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Die drei Leben der Connie Converse“ Die Frau, die den Folk erfand und verschwand
Von Monika Kursawe Ton und Regie: Michael Lissek und die Autorin SWR/ORF/RB 2024
In den 50er-Jahren, lange vor Bob Dylan oder Joni Mitchell, trat Connie Converse mit Songs hervor, die eine ganze Singer-Songwriter-Generation vorwegnahmen. Erfolg hatte sie nicht. Und irgendwann war sie einfach verschwunden.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

One of a Kind – In Gedenken an die Improvisationsmusikerin Susan Alcorn. Von Konrad Bott
Ansteuern, anschwellen lassen, drüberstreicheln: Der Klang der Pedal Steel Guitar ist eigentlich charakteristisch für die US-Amerikanische Country-Musik. Susan Alcorn aber hat es geschafft, die ganze Feinheit dieses Zupfinstruments in einer einzigartigen Improvisationsmusik aufzufächern. Anfang des Jahres ist die 71-Jährige überraschend verstorben. Werfen Sie mit uns einen Blick auf die Kunst einer genauso scharfsinnigen wie neugierigen Musikerin, die mit kleinen Gesten, eine ganze musikalische Welt geschaffen hat.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Walter Steffen, Drehbuchautor und Regisseur
Filme machen war sein Traum. Wegen Geldmangels arbeitete er erst als Skilehrer, Hüttenwirt, Trucker und Vertreter für Bürsten und Besen. 1985 stieg er ins Filmgeschäft ein. Am 23.4. feiert sein neuer Film „Ein stummer Hund will ich nicht sein“ in den Kinos Premiere. Im März wurde Walter Steffen 70 Jahre alt. 2010 war er zu Gast bei Eins zu Eins. Der Talk.


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

„Die neue Nahbarkeit“ – Musikerinnen und Musiker auf der ganzen Welt haben wieder mehr Mut, echte Gefühle und auch Schwächen zu zeigen. Mit Musik von Blumengarten, nand, Park So-Eun, Nneka, Ceci, Grandaddy und anderen. Mit Christoph Lindemann.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

„Politik ist die Kunst des kleinsten Übels“ – Wie wurde Walter Benjamin ein Linker? Von Frank Hertweck
Er war ein Philosoph, Literaturkritiker, ein jüdischer Berliner aus gutem Haus, ein Exilant. Walter Benjamin war ein Coverboy der 68er, sein Bild mit Nickelbrille und Zigarette verwandelte sich ein ikonografisches Foto. So wollte die Linke sich selbst sehen: Schlau, cool, hedonistisch. Seine Freunde hießen Theodor Adorno, Hannah Arendt, Bertold Brecht. Alles berühmte Namen, aber auch gleichzeitig Vertreter verschiedener Versionen des Linksseins. Aber wie wurde der wohlbehütete Bürgersohn ein Linker? Und wie färbte die Biografie auf sein Linkssein ab?


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