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Dreh lauter! Thurston Moore schreibt übers „Sonic Life“ mit Sonic Youth

Der New Yorker Übervater des Underground-Rock feiert in seiner Autobiografie den heiligen Lärm – und erzählt vom Leben zwischen Kunstgalerie und Hardcorepunk. Von Christian Schachinger.

Wie jede gute Geschichte des Rock ’n‘ Roll beginnt sie bei Thurston Moore von Sonic Youth in der Provinz. Man kann sie in seiner soeben auf Englisch im Verlag Random House erschienenen Autobiografie „Sonic Life“ nachlesen. Die Geschichte handelt von einem Erweckungserlebnis. Man sitzt zu Hause herum, es ist ein wenig langweilig – und plötzlich beginnt ein Dornbusch zu brennen!



Nach so einem Zimmerbrand ist nichts wie vorher. Man muss hinaus in die Welt und befreit zum Beispiel wie Moses die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten, Teilung des Roten Meeres inklusive. Andere hingegen sagen: Hier bin ich, ich kann nicht anders. Ich stelle mich jetzt sofort auf ein Paar Ski und werde Abfahrtsweltmeister – oder ich erfinde wenigstens eine Tablette gegen das Reißerte. Man kann sich aber auch eine elektrische Gitarre umschnallen und so lange und so laut mit Händen, Füßen oder Stöcken und Flaschen darauf herumhauen, bis die Nachbarn bald den Tag verfluchen, an dem der Strom in die Häuser eingeleitet wurde.


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Thurston Moore, „Sonic Life. A Memoir“, Random House 2023, 496 Seiten, Englisch, 33,99 Euro

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