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Essay: „Für immer Jugendlich“ Wie wir uns mit Mode und Popkultur dem Altern verweigern

Von Laura Ewert (DLF). Trends ihrer Kinder, konsumieren Jugendlichkeit und verwischen die Grenzen der Generationen. Was bedeutet dieser Wandel für Gesellschaft, Konsum und unser Bild vom Alter?

Früher wollten sie nur Teil einer Jugendbewegung sein. Heute sind sie es immer noch: Über 50-Jährige wissen, was die Popkultur ins Scheinwerferlicht rückt, sie sammeln Turnschuhe und tragen Bauchfrei wie ihre Kinder, trinken Nahrungsergänzungs-Shakes, buchen die Eigenbluttherapie und „leihen“ sich von ihren Kindern die Baggy-Jeans. Erleben wir gerade die erste Generation, die für immer in der Ästhetik der Jugend verbleibt? Wenn Alter nur noch ein Datum im Pass zu sein scheint (und man die Kosten, die dieses Datum im Gesundheits- und Sozialwesen verursacht, ausblendet), verändert sich auch das Verhältnis der Generationen. Nicht nur, wenn es um Rentenkennziffern und Haltelinien geht. Aber was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn selbst im Konsumbereich die Produkte, die sich gezielt an alte Menschen richten, Jugendlichkeit ausstrahlen sollen? Airpods, die das Hörgerät ersetzen, oder E-Bikes, die wie hippe Rennräder aussehen.

Laura Ewert, geboren 1982, lebt als freie Autorin, Kolumnistin und Moderatorin in Berlin. Sie schreibt für die Die Zeit, Monopol, Spiegel oder der freitag über Gesellschaft und Kultur.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 15.2.2026

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