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Essay: Melancholie als unergründliches Leid

Von Johannes Ullmaier. Melancholie ist ein weit verbreitetes Thema. Wir machen es auch zum Thema, aber anders: Johannes Ullmaiers essayistischer Vortrag zur Melancholie versucht es mit dem Weltgehirn Wikipedia aufzunehmen.

Johannes Ullmaier, Literaturwissenschaftler und Poptheoretiker, versucht, die Melancholie zu begreifen. Zwar haben kluge Köpfe sich seit zweieinhalbtausend Jahren redlich bemüht, „Melancholie“ zu definieren und zu beschreiben. Doch wurden dabei in der Summe so verschiedene Phänomene und Kriterien ins Spiel gebracht, dass jeder Versuch einer begriffsgeschichtlichen Synthese entweder pfuschen oder scheitern muss. Natürlich gilt das auch für andere langlebige, vielerörterte Kategorien (etwa „Humor“, „Gott“ oder „Zeit“). Aber, so stellt Ullmaier fest, „selten ist das Feld so unumzäunt und so zerrupft wie hier.“ Eine essayistisch-vortragende Untersuchung zum Begriff, Wesen und der anthropologischen Bedeutung der Melancholie.




© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 1.10.2023

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