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Essay: „Völlig losgelöst“ Von der Einsamkeit in der modernen Gesellschaft

Von Stefan Kühl. Einsamkeit ist ein großes Thema in den westlichen Gesellschaften geworden, sie kann jede und jeden treffen, ist in jeder Altersstufe anzutreffen. Und die Zahl einsamer Menschen ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. Was können wir dagegen tun?

Einsamkeit ist als Thema in der Politik angekommen. Ende 2023 hat das Bundeskabinett eine Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit beschlossen. Und setzt auf gesellschaftliche Aufklärung und Achtsamkeit. Zugleich soll stärker zu Einsamkeit geforscht werden.

Wie lässt sich das sich ausbreitende Gefühl von Einsamkeit erklären? Wie hängt es mit der Ausbildung von Freundschaften, Liebesbeziehungen und Kleinfamilien in der modernen Gesellschaft zusammen? Wodurch lässt sich die Entstehung dieser zwischenmenschlichen Beziehungen fördern? Die Fragen müssen insbesondere moderne Gesellschaften beantworten, um gelingendes soziales Leben zu ermöglichen.



Stefan Kühl ist Professor für Organisationssoziologie an der Universität Bielefeld. Zugleich berät er Unternehmen, Verwaltungen und Ministerien in Fragen der Organisations- und Strategieentwicklung. Zuletzt sind von ihm u.a. die Bücher „Der ganz formale Wahnsinn: 111 Einsichten in die Welt der Organisationen“ (Vahlen Verlag) und „Ganz normale Organisationen – Zur Soziologie des Holocaust“ (Suhrkamp Verlag) erschienen.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 10.11.2024

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