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Filmtipp: Im Reich der Sinne – Zum 50. Jubiläum kommt dieser Film wieder in die Kinos

Vor 50 Jahren kam „Im Reich der Sinne“ in die Kinos, sorgte für einen großen Skandal und wurde vielerorts vorübergehend verboten. Ich kannte diesen Film nur von einer VHS-Kassette, deren Qualität so schlecht war, dass ich nur hören konnte, was passiert, während der Rest bunte Flecken waren.

Jetzt bringt Rapid Eye Movies die neu restaurierte 4K-Version des Filmklassikers von Regisseur Nagisa Oshima am 11. Juni 2026 bundesweit in die Kinos. Nachfolgend findet Ihr die bisherigen Kinos und Städte zum Start gelistet.

„Dieser kompromisslose Film ist nicht im Geringsten gealtert — vielleicht, weil Filme, die wirklich von Sex handeln, noch immer so selten sind, trotz der angeblichen Sexualisierung, die uns überall umgibt. Oshimas Film erweitert und vertieft die sinnliche Sphäre.“
Peter Bradshaw (The Guardian)

Im Tokio der 1930er-Jahre beginnt Sada Abe, eine ehemalige Prostituierte, , eine leidenschaftliche Beziehung mit Kichizō Ishida, dem Besitzer des Gasthauses, in dem sie jetzt als Dienstmädchen arbeitet Schon bald verwandelt sich ihre Affäre in eine gegenseitige Obsession, in der das Verlangen jede äußere Realität verschlingt. Von der Welt abgeschnitten, eingeschlossen in einer immer erstickenderen Intimität, geraten die Liebenden in einen Strudel aus Abhängigkeit, Besitzanspruch und völliger Hingabe.

Inspiriert von einem realen Kriminalfall, der Japan im Jahr 1936 erschütterte, geht IM REICH DER SINNE von Nagisa Oshima weit über bloße Erotik hinaus und wird zu einer radikalen Erforschung von Verlangen, Freiheit und den gesellschaftlichen Konventionen , die die Gesellschaft setzt. Zwischen Ekstase und Zerstörung hinterfragt der Film die Grenze zwischen Liebe, Obsession und dem Verlust des eigenen Selbst.

Nagisa Oshima über seinen Film: „Seine Existenz ist pornografisch — unabhängig von seinem Inhalt … Der Begriff der Obszönität wird geprüft, wenn man es wagt, etwas anzusehen, das man unbedingt sehen möchte, sich aber selbst verboten hat anzusehen. Wenn man das Gefühl hat, dass alles, was man sehen wollte, enthüllt wurde, verschwindet die Obszönität, ebenso das Tabu, und es entsteht eine gewisse Befreiung.“

Bisherige Einsätze ab 11. Juni 2026

Bamberg, Lichtspiel Kino
Berlin, Bali Kino / Filmkunst 66 / Kino in der Brotfabrik (12./13.06./26.06.) / Ladenkino / Lichtblick / Moviemento (18.06., Kinky Cinema) / Xenon
Bonn, Kino in der Brotfabrik (17.06./24.06.)
Dresden, Zentralkino
Essen, Galerie Cinema
Frankfurt, Mal Seh’n Kino (23./24.06.)
Hamburg, Abaton Kino / Studio Kino
Kassel, Filmladen
Kiel, Kommunales Kino
Köln, Filmhaus Kino (19./20./23./28.06.) / Lichtspiele Kalk
Leipzig, Luru Kino / Passage Kinos
Mannheim, Cinema Quadrat (ab 09.07.)
München, Werkstattkino
Regensburg, Filmgalerie (18./19./20./21.06.)
Wiesbaden, Caligari Filmbühne (12.07.)

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