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Gedanken für 2025 und ein Nachruf auf Rüdiger Dingemann

Allen, die meine Wünsche über den Newsletter mit den Radiotipps nicht bekommen haben, wünsche ich alles Gute im neuem Jahr 2025!

Eine schlechte Nachricht zum Beginn: ein Mitstreiter ist kürzlich verstorben. Rüdiger Dingemann, der den Medienticker auf dem Perlentaucher (hier der Nachruf vom Perlentaucher) verantwortete, hat uns verlassen. Ich kenne den Perlentaucher von Anfang an und ab 2014 verwendete Rüdiger meine Radiotipps für den Medienticker. Konkret sah das so aus: Ich traf aus meinen Radiotipps eine Auswahl, die er dann einbaute. Anfangs waren das bei mir die Radiohighlights, die immer täglich ab 09:00 Uhr erschienen, einige werden sich daran vielleicht erinnern.
Ich konnte diesen außergewöhnlichen Menschen auch persönlich kennenlernen. Er hatte nicht nur viele Bücher veröffentlicht, er hatte auch immer Ideen für weiteres und immer Projekte, die er vor Ort realisierte. Uns beide verband der Wunsch, Ohren und Augen zu erreichen und zu öffnen, das war unser Ziel.

Grafik von Marie Drea. Eine Leserin und Hörerin meines Blogs. Vielen Dank.

Eine weitere weniger schöne Meldung habe ich noch: Der SRF 2 verhindert jetzt das Hören seiner Sendungen in Deutschland. Schade um die vielen Konzerte mit neuer Musik und Jazzkonzerten, die wir nicht mehr hören können. Somit fällt dieser Sender aus den Radiotipps heraus.

Die gute Nachricht: Änderungen an meiner Blogarbeit wird es vorerst keine geben.
Immer mehr verwende ich die Musiklinks der Sender und ihren Mediatheken, auch wenn diese nicht immer zuverlässig sind und die Links ins Leere gehen. Ändern kann ich das leider nicht.

Was sich in unserer Radiolandschaft alles geändert hat, habt ihr sicherlich schon alle mitbekommen.
Es ist ein trauriges Beispiel für das Unvermögen der Länderchefs und ihrer Radiostationen, auf die geänderten Anforderungen zu reagieren.
Die Expertenkommission hatte viele gute Vorschläge gemacht, von denen kaum etwas umgesetzt wurde.
Das Besitzstandsdenken geht weiter und verhindert notwendige Änderungen.
Und so werden immer weniger Menschen an den Radiosendungen arbeiten, in denen es um Jazz, neue Musik und andere Randbereiche der Musik geht, womit die Vielfalt der Radioprogramme logischerweise abnimmt.

Wer hören will, wie es besser geht, der sollte sich auf der BBC umhören. Sendungen wie „Late Junction“ oder „Stuart Maconie’s Freak Zone„, um nur ein paar Beispiele zu nennen, spielen Musik in einer Bandbreite, wie sie es im deutschen Rundfunk nicht gibt.

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