Gestatten, Maestro? Klassik-Adaptionen im aktuellen Jazz
Warum nicht mal Hindemith covern oder Schubert? Früher hatte Crossover was von Trickvorführung. Heute binden Jazzmusiker klassische Kompositionen ganz bruchlos in ihr eigenes Repertoire ein. Beispiele aus Köln und dem Rest der Welt.
Der Pianist Frank Wunsch spielt auf seinem jüngsten Soloalbum Tänze von Schubert und improvisiert darüber. Saxofonist Jakob Manz und Pianistin Johanna Summer lassen sich von einem innigen Gustav Mahler-Thema inspirieren. Pianist Pablo Held entdeckt Jacques Ibert für sich, und sein Kollege Michael Wollny findet schon lange Seelenverwandtes in der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Wüsste man es nicht – man könnte die Ergebnisse ihrer Anverwandlungen für Eigenkreationen halten.
© WDR 3, Jazz, 14.2.2025
Skrjabin | 2:19
Johanna Summer
Mahler neu(n) | 2:38
Jakob Manz/Johanna Summer
Complaint | 1:03
Frank Wunsch
Blues for John Dowland | 3:07
Frank Wunsch
Nach Schubert II | 1:49
Frank Wunsch
Für Elise | 4:04
Jon Batiste
Rubato (15 Hungarian Peasant Songs) | 3:17
Trio Aurora
Tombeau de Couperin: Prelude | 4:55
Florian Ross Big Company
schwermütig geht mein herz zur ruh | 2:56
alle bilder
Hochrot | 3:49
Michael Wollny Trio
Rufe in der horchenden Nacht | 6:00
Michael Wollny Trio
Concerto da Camara – Larghetto | 6:11
Pablo Held Trio
Polizei | 4:48
Rainer Böhm