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Hörspiel: Oscar Wilde im Kreuzverhör

Am 18. Februar 1895 hinterließ der Marquis von Queensberry im Albemarle Club eine Karte, die an „Oscar Wilde, den posierenden Homosexuellen“ gerichtet war. 

Hintergrund dieser Beleidigung war die stürmische und durchaus öffentliche Affäre des bereits berühmten, fast 40-jährigen Dichters mit dem jungen Lord Alfred Douglas, dem dritten Sohn des Marquis. Gegen den Rat seiner Freunde strengte Wilde ein Verleumdungsverfahren gegen Queensberry an, das die Gegenseite zwang, die Anschuldigung zu beweisen.

Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. Zwei Kriminalprozesse, die seinen Lebenswandel aufs Peinlichste bloßlegten und sein Werk zu prozessrelevantem Material herabwürdigten, brachten Wilde zwei Jahre Zuchthaus und Zwangsarbeit ein sowie den Verlust von Gesundheit und Ruf. Er starb am 30. November 1900 in Paris einen frühen Tod. 

Oscar Wilde im Kreuzverhör
Nach der ersten vollständigen Niederschrift des Queensbury-Prozesses
Von Merlin Holland
Mit: Marcus Kiepe, Ulrich Noethen, Christian Redl, Wolfgang Kaven u. a.
Aus dem Englischen von Henning Thies
Komposition: Wolfgang Florey
Musik: Ludmilla Muster (Harfe)
Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
NDR/SWR 2004

© SWR Kultur, Hörspiel, 26.9.2025

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