Jason Williamson von den Sleaford Mods: „Es ist, wie es ist. Wer es nicht mag, soll sich verpissen“
Von Christina Mohr (FR). Jason Williamson von Sleaford Mods über Alpha-Männchen, ihr neues Album „The Demise Of Planet X“, unseren kranken Planeten und warum das Leben trotzdem schön ist.
Das Duo Sleaford Mods ist vermutlich eins der unwahrscheinlichsten Pop-Phänomene: Zwei unglamouröse Typen aus Nottingham/UK, deren Karriere erst richtig Fahrt aufnimmt, als sie schon über vierzig sind. Die Musik besteht anfangs lediglich aus ein paar programmierten Beats von Andrew Fearn und dem nie versiegenden Stream Of Consciousness-Sprechgesang Jason Williamsons. Die wütende Mischung aus Elektro, Punk und Rap mit politischen Texten macht Sleaford Mods zu einer der wichtigsten britischen Bands, die gegen den Brexit und andere Missstände wettern. Auf dem neuen Album „The Demise Of Planet X“ experimentieren die Mods mit ihrem Sound, außerdem sind Gaststars wie Gwendoline Christie und Aldous Harding vertreten.
© Frankfurter Rundschau, Kultur, Musik, 1.1.2026