Jazzfest Berlin 2024: Joachim Kühn French Trio
2016 war Kühn als Gastmusiker auf dem Album „Sfumato“ des Pariser Saxofonisten Émile Parisien vertreten. Dabei lernte er den Schlagzeuger Sylvain Darrifourcq kennen, und kurz darauf den Bassisten Thibault Cellier.
Beide haben als Teil des Quartetts Novembre beim Jazzfest Berlin 2023 mit dem Projekt „Apparitions“ für Begeisterung gesorgt. Darrifourcq und Cellier teilen eine enge musikalische Verbindung, die es ihnen erlaubt, innerhalb blitzschneller Abläufe das Spiel des jeweils anderen vorauszuahnen. Unter der Leitung eines solchen Virtuosen wie Kühn kann das in alle denkbaren Richtungen führen. 2022 erhielt Kühn den Deutschen Jazzpreis für sein Lebenswerk (für seine Zusammenarbeit mit Bruder Rolf) – doch auch mit inzwischen 80 Jahren ist noch so einiges von ihm zu erwarten.
Als einer der zentralen Protagonist*innen der deutschen Jazzgeschichte hat Joachim Kühn stets musikalische Offenheit und unermüdliche Veränderung gelebt. Dabei umfasst das beeindruckende Werk des Pianisten Post-Bop, Free Jazz, Klassik, Fusion und vieles mehr. Seine Karriere begann er an der Seite seines älteren Bruders Rolf, des 2022 verstorbenen Klarinettenvirtuosen, und leitete im Laufe der Jahrzehnte unzählige Bands. Ein Höhepunkt war Kühns Zusammenarbeit mit dem legendären Ornette Coleman – als einer von wenigen ausgewählten Pianist*innen. Auch mit jüngeren Talenten teilte er immer wieder die Bühne, etwa mit dem Schlagzeuger Christian Lillinger. © Texte: Jazzfest Berlin
Joachim Kühn French Trio:
Sylvain Darrifourcq – Schlagzeug
Thibault Cellier – Kontrabass
Joachim Kühn – Klavier
© Deutschlandfunk, Konzert, 2.11.2024