Kinotipp: Das Wispern hinter den Dingen oder „In die Sonne schauen“
Die Filmkolumne von Thomas Groh (Perlentaucher). So etwas hat man im deutschen Kino schon lange nicht mehr gesehen: Mascha Schilinskis flirrendes Filmexperiment „In die Sonne schauen“, das für Deutschland ins Rennen, um die Oscars geht, taucht tief ein ins Gewebe einer Welt, an der man sich stößt, in der Gewalt – mal ernst, mal neurotisch unterfüttert spielerisch – als Potenzial in jedem Winkel lauert.
Ich habe mir diesen Film gestern Abend selbst angeschaut und ich bin immer noch extrem beeindruckt! So eine Stille in einem Kinosaal. Wann gab es das zum letzten Mal? Unvergessliche und eindringliche Bilder. Dieser Film ist in jeder Hinsicht ein Ereignis! © radiohoerer
Zu den Dingen, die man aus der Kindheit als Erwachsener meist schnell vergisst, zählt die ganz spezielle Faszination von Tod und Schmerz, die, im Moment des Gewahrwerdens der eigenen Sterblichkeit, in den kleinen Körper dringt: Plötzlich ist man umringt von nichts als Gefahren, vielleicht auch Schmerzlust-Potenzialen oder Mutproben-Angeboten.
.© Perlentaucher, Im Kino, 26.8.2025
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