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„Leben will ich, leben, leben“ Die lange Nacht über Cato Bontjes van Beek

Am 5. August 1943 wurde Cato Bontjes van Beek, Mitglied der „Roten Kapelle“, wegen der Verteilung von Flugblättern hingerichtet. Ihre Briefe aus der Haft gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen einer politischen Gefangenen in der NS-Zeit.

Geboren 1920, entstammte sie einer Familie von Malern, Musikern und Keramikern und schloss sich 1941 in Berlin der Roten Kapelle an, einer der größten Widerstandsgruppen im Dritten Reich, die zugleich den größten Frauenanteil besaß. Wie Sophie Scholl von der Weißen Rose in München, entwarf und verteilte Cato Flugblätter, wurde zum Tode verurteilt und nach fast zehnmonatiger Haft am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Ihre Briefe aus der Haft gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen einer politischen Gefangenen während der NS-Zeit. Die Musik dieser „Langen Nacht” gestaltet der Komponist Helge Burggrabe. Zu den Mitwirkenden gehört das Frauenensemble Sjaella aus Leipzig. Angehörige, Freunde und Zeitzeugen erzählen die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die in die 20er-Jahre hineingeboren wurde, mit jeder Faser am Leben hing und selbst im Gefängnis mutig und unbeugsam ihren geistigen Widerstand aufrecht hielt. Ihre Briefe aus der Haft liest Julia Jentsch.



Leben will ich, leben, leben
Die Lange Nacht über die Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek
Autor: Hermann Vinke
Regie: Daniela Herzberg

© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 5.8.2023

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