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„Magnetizdat der DDR“ Die Subkulturen in der DDR – Alexander Pehlemann im Gespräch

Welche Subkulturen gab es in der DDR? Alexander Pehlemann spricht in hr2-kultur über Fraueninitiativen, die Kreativ-Konstellation Karl-Marx-Stadt, den falschen sorbischen Untergrund, das erste Kassettenlabel, illegale Studios und das Einsickern einer schrägen DDR-Krautrockmischung in internationale Zirkulationen.

In der DDR wurden Konsumenten schnell zu Produzenten und landesweit entstand eine sich selbst verlegende Kassettentäter-Szene, der sogenannte Magnetbanduntergrund, das „Magnetizdat DDR“, in Ableitung von Samizdat und Tamizdat in der sowjetischen Gegenkultur. Vor allem der Punk und seine experimentellen Verästelungen fanden in dem sogenannten stillen Land ihre Hörer. Hier wie dort, zumal in Ost wie West, war dabei Multimedialität das Gebot der Stunde. Literaten ließen sich von Bands befeuern, Musiker entdeckten Barock- und Experimental-Lyrik, Super-8-Filmer. Bildende Künstler griffen zum Mikrofon, und es entstand ein Geflecht, das international renommierte Band- und Labelprojekte hervorbrachte.



© HR 2, Podcasts – Geschichten, Reportagen, Gespräche und mehr, 10.5.2023

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