MALA: „Es geht immer um Beziehungen“
Ein Dubstep-Pionier aus London und seine Reise nach Peru
Panflöte und Elektronik-Drums hüpfen respektvoll umeinander in Malas neuem Album „Mirrors“
Beziehungen waren auch bei der Entstehung seiner Alben ausschlaggebend. „Mala in Cuba“ von 2012 und „Mirrors“ entstanden zum einen auf Initiative des BBC-Radio-Moderators Gilles Peterson, auf dessen Label Brownswood die Werke erschienen sind. Zum anderen kommen viele ihrer Klänge von anderen MusikerInnen. Diese hat Mala nicht aus dem Internet-Instant-Archiv gezogen, das heute Musiken aus vielen Regionen der Welt bereithält. Stattdessen hatte er die Chance, nach Kuba und Peru zu fliegen und MusikerInnen direkt aufzunehmen.
Aufgewachsen im Viertel Norwood im Südosten von London, begeisterte sich Mala in den 1990ern für Jungle, einen Hybrid aus Sound-System-Kultur und UK Rave, der rasende Breakbeats mit langsam rollenden Bassläufen aus Reggae verband. Als UK Garage das Verlangen nach sanfteren Klängen auf den Partys von London stillte, erlebte er als Produzent, wie das Genre nach einem kurzen Hype verpuffte und sich in andere Richtungen entwickelte. Eine davon sollte später den Namen Dubstep bekommen, eine ihrer Schlüsselfiguren: Mala…
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© TAZ, 5.8.2016,Philipp Weichenrieder
Dazu kann man noch ein sehr gutes und informatives Interview auf Boilerroom TV nachlesen.